Freeletics: Trainieren mit dem eigenen Körpergewicht

Freeletics ist ein Training, welches das eigene Körpergewicht als wichtigstes Trainingsinstrument einsetzt, somit kann man sich meist teure Fitnessgeräte oder einen Vertrag im Fitnesstudio sparen. Drei Münchner Start-up-Gründer haben das effektive, ausgeklügelte Trainingsprogramm in eine kostenlose App auf iOS-Basis gegossen, jede Menge Internet-Videos zeigen Männer, die nach drei Monaten wesentlich besser aussehen als am ersten Tag. Frauen sind bislang noch kaum zu bewundern, anscheinend ist der von Andrej Matijczak, Mehmet Yilmaz und Joshua Cornelius erfundene Sport bislang eine Männerdomäne.

Wie funktioniert Freeletics?

Zunächst einmal: Die Münchner Sport-Erfinder posten täglich ihre Workouts per Mail oder App im Freeletics Basic Package kostenlos zu ihren Fans, auch Breitensport Community-Aktivitäten werden gratis unters Volk gebracht. Denn Freeletics eignet sich gut für Gruppen, die gemeinsam noch viel mehr Spaß am Sport ohne Fitness-Studio haben. Dieser könnte sich zu einem sehr breiten Trend entwickeln, denn er inkludiert gleich mehrere Bestandteile, die wie von Trendscouts entdeckt wirken: Es geht um Bewegung, die jeder vernünftige Mensch für wichtig hält, um Fun ohne Aufwand und auch um die knappe Zeit, die wir alle für unsere Sport zur Verfügung haben. Die High-intensity Workouts sind nämlich schnell und (fast) an jedem Ort zu absolvieren, sie dauern nur fünf bis höchstens 45 Minuten. So viel Zeit hat jeder zwischendurch. Das Grundprogramm ist eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining, dadurch eignet es sich besonders zur Gewichtsreduzierung, Konditionsverbesserung und zum Definieren von Muskelpartien. Dieses Grundübungsprogramm, welches den Namen „Aphrodite“ trägt, besteht aus drei Einheiten mit jeweils fünf Sätzen. Das heißt, dass man mit 50 Burpees (eine Mischung aus Liegestützen und Hampelmann), 50 Squat (Kniebeugen) und 50 Sit-Ups anfängt und die Sätze nach jedem Durchgang um 10 Wiederholungen verringert bis man bei null ankommt. Die Workout-Zeiten wiederum geben Aufschluss über die eigenen Fortschritte. Wer dieses Programm in unter 30 Minuten schafft kann sich als „Fit“ einschätzen, aber um „sehr gut“ zu sein darf man höchstens 20 Minuten brauchen (Pausen miteinbezogen ).

Wem das nicht reicht, der kann danach weitere Übungen machen, welche Bizeps, Rücken und Brust noch mehr trainieren. An Equipment benötigen die fröhlichen Sportler bestenfalls eine Klimmzugstange oder manchmal etwas Platz, um einen 40-Meter-Sprint zu absolvieren. Das Gros der Einheiten (um 80 bis 90 Prozent) kann allerdings daheim oder im Büro stattfinden. Verschiedenen Variationen sind keine Grenzen gesetzt, somit kann auch bewusster Muskelaufbau anstatt Fettreduzierung angepeilt werden.

Die Effizienz von Freeletics

Es ist erstaunlich, wie weit man(n) es allein mit dem eigenen Körper bringen kann, doch Freeletics ist tatsächlich so aufgebaut, dass die Muskeln und der Kreislauf an ihre Grenzen gelangen. Das muss auch sein, nur so wird der Traumkörper aufgebaut und nebenher sehr viel für die Gesundheit getan. Voraussetzung ist aber auch eine gesunde Ernährung! Jeder der die Freeletics-Programme eine gewisse Zeit durchzieht, wird merken wie sich die Kondition verbessert und die Muskeln wachsen.

Als Trainingstypen gibt es zwei Varianten:

  • Workouts: Diese vorgegebenem Übungen müssen exakt in einer vorgegebenen Reihenfolge und Anzahl, dabei auf Zeit – so schnell wie es geht – absolviert werden. Die Zeit ist der Maßstab für den Erfolg. Also exakt wie oben bei den Grundübungen erklärt wurde.
  • MAX: Hier finden im Grunde die gleichen Workouts statt, nur ist die Zeit, nicht die Anzahl limitiert. Je mehr der Sportler pro Zeiteinheit schafft, desto besser war er.

Durch diesen Aufbau sind Freeleticer höchst motiviert, was die Grundlage für den Erfolg bilden dürfte.

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